Vom Flachs zum Leinen - das Spinnen

Im dritten Teil unserer Blogreihe "Vom Flachs zum Leinen" berichten wir über das Spinnen der Flachsfasern zum Leinengarn.

In unseren beiden vorherigen Blogbeiträgen haben wir den Flachs von der Aussaat, über die Ernte bis zur Gewinnung der Faser begleitet.
Nun werfen wir einen Blick darauf, wie aus den Flachsfasern Garn hergestellt wird.

Die Vorbereitungen


Die langen Fasern, die sich beim Schwingen aus dem Flachsstroh gelöst haben, werden beim Hecheln verfeinert und für das Spinnen vorbereitet.
Dieser Vorgang ist besonders wichtig für das Verspinnen. Der Schwingflachs wird durch Nadelkämme auf der Hechelmaschine geführt. Dadurch werden die Faserbündel aufgeteilt und mechanisch verfeinert. Entstehen dabei Unregelmäßigkeiten auf dem Band, können diese beim Spinnen nicht mehr beseitigt werden.
Der gehechelte Flachs besteht nicht aus Einzelfasern, sondern Faserbündeln, deren Einzelfasern durch Pflanzenleime zusammengehalten sind.

Die Vorbereitungen
Das Spinnen

Das Spinnen


Durch Übereinanderlegen der Bündelspitzen wird ein Band geformt und durch ein Nadelfeld gezogen.
Durch mehrmaliges Doppeln und Verstrecken entsteht ein gleichmäßiges Faserband.
Dieses wird im Anschluss auf der Vorspinnmaschine zu einem bereits gedrehten und möglichst feinen Vorgarn verarbeitet. Danach erfolgt die weitere Verarbeitung mit der Spinnmaschine.
Feine Leinengarne müssen nass gesponnen werden. Nur grobe Garne aus Werg können trocken, mittelgrobes Garn muss halbnass gesponnen werden. Durch die Feuchtigkeit werden die Pflanzenleime, die die Einzelfasern verkleben erweicht.
Der Faden wird glatter und gleichmäßiger als der von trocken oder halbnass gesponnenem Flachsgarn.
Beim Nasspinnen wird das Vorgarn durch ein Warmwasserbad geführt, bevor es das Streckwerk passiert.

Flachs ist nicht völlig gleichmäßig verspinnbar. Leinengarne sind typischerweise noppig und flammig. Man spricht hier vom Leinencharakter.
Für Kettgarn muss Leinen allerdings möglichst noppenarm und dünn versponnen werden. Beim Weben unterliegt das Kettgarn nämlich den Einflüssen des Webstuhls. Noppen bergen dabei die Gefahr des Fadenbruchs.
Deshalb wird für Kettgarn nur feinster Bast der obersten Halmzone verwendet und nass mit hohen Garndrehungen versponnen.
Der enorme Aufwand erklärt, warum feinfädiges Reinleinen, bei dem sowohl Kettfaden als auch Schussfaden aus Leinen sind, kostspieliger ist als Halbleinen oder andere Textilien.
das fertige Garn

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