Qualität und Tradition seit über 160 Jahren

Mühlviertler Flachsanbau und die Anfänge von Leitner Leinen


Im Mühlviertel wurde schon im Mittelalter Flachs angebaut. Über die Jahrhunderte entwickelte sich hier eine Tradition der Leinenherstellung und des Leinenhandels.
So ist es kein Wunder, dass im Jahr 1853 der Leinenhändler Franz Leitner in Ulrichsberg im oberen Mühlviertel ein Gebäude erwarb und in Zusammenarbeit mit den Webern der Umgebung mit der Produktion von Leinwand im Verlag begann.
Zu jener Zeit war nicht absehbar, dass das Unternehmen über 160 Jahre später immer noch am selben Ort und im selben Haus erfolgreich tätig sein wird.
Die Grundsteine dafür wurden jedoch bereits damals mit Fleiß, unternehmerischem Geschick und dem richtigen Sinn für den besonderen Werkstoff Leinen gelegt.

Mühlviertler Flachsanbau und die Anfänge von Leitner Leinen
Technische Neuerungen und die industrielle Revolution

Technische Neuerungen und die industrielle Revolution


Bewusstes Weitertradieren von altem Wissen wurde geschickt mit Neuerungen ergänzt. So erfolgte beispielsweise im Jahr 1910 die Anschaffung einer mechanischen Mangel, die das voluminöse Leinen plattierte und so für eine glatte, glänzende Oberfläche sorgte. Diese Kastenmangel war ein komplizierter Mechanismus aus einem Wickelstuhl und mehreren Walzen und wurde noch mechanisch betrieben.
Lange Zeit blieb das Handwerk sehr traditionell, bis Anfang des 20. Jahrhunderts der industrielle Fortschritt das Mühlviertel erreichte.

Leitner Leinen traf erneut die richtige Entscheidung und schaffte 24 moderne, dieselbetriebene Webstühle an. Dafür wurde eine neue Webhalle errichtet. Das Leinenhandwerk florierte nicht zuletzt dank der neuen technischen Ausstattung unverändert gut.
Die Industrialisierung schritt fort und in diesem Zuge wurden die Webstühle und Mangel elektrifiziert. Eine weitere erfolgreiche Investition war der Ankauf einer Kalander, einer mehrlagigen Industriemangel. Der Standort erwies sich als Vorteil, da die vielen ansässigen traditionell ausgebildeten Weber auf die neuen Produktionstechniken umgeschult werden konnten. Daher gab es keinen Personalmangel und die Produktion konnte erfolgreich weiter betrieben werden.

Weiterentwicklung statt Stillstand


Mitte des 20. Jahrhunderts übernahm mit Adolf Leitner jun. bereits die dritte Generation der Familie die Geschäftsführung.
In einem ersten Schritt erweiterte er den Webereibetrieb und stellte die Produktion auf Webstühle des Schweizer Familienunternehmens Sauer um.
In den 1960er Jahren wurden die Betriebsanlagen um eine Schlichterei ergänzt, während sich gleichzeitig erste strukturelle Veränderungen im Mühlviertel bemerkbar machten. Das Leinenhandwerk verlor als Industriestandbein allmählich an Bedeutung.

Weiterentwicklung statt Stillstand
Jacquardweberei und Piqué

Jacquardweberei und Piqué


1974 wurde eine neue große Webhalle mit Klimaanlage gebaut, in der 32 Webstühle untergebracht waren. Zusätzlich begann Leitner Leinen mit der Jacquardweberei, wofür vier spezielle Jacquardwebstühle angeschafft wurden. Diese ermöglichten die Produktion kunstvoller Leinenmuster. Leitner Leinen entwickelte im Lauf der Jahre dafür immer wieder neue Muster, die die Einzigartigkeit der Kollektionen bis heute ausmachen.
1986 folgte in 5. Generation Friedrich Leitner als Geschäftsführer. Mit Traditionssinn und unternehmerischem Geschick erweiterte er das Sortiment um eine Piqué Kollektion, errichtete eine eigene Halle für die Konfektion im Haus und bahnte damit den Weg in die Zukunft. Nun wurden nicht mehr ausschließlich Betriebe angesprochen, sondern auch Endkunden.

Modernisierung und Auszeichnungen


Immer wieder schaffte Leitner Leinen den Spagat zwischen Tradition und Moderne. Als eines der ersten Unternehmen führte es den KVP, den "kontinuierlichen Verbesserungsprozess" ein. Diese Methode zielt darauf ab, mit stetigen Verbesserungen in kleinen Schritten die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
Geschickt erweiterte Friedrich Leitner das Sortiment um eine neue Bett- und Tischwäschekollektion aus Leinen. Dafür wurde ein Jacquardwebstuhl mit einer Fertigwebbreite von 280 cm angekauft.
Die Qualität der Produkte blieb nicht unbemerkt. Leitner Leinen erhielt 1998 den "Salzburger Preis" der Österreichischen Textilzeitung, einen der angesehensten Textilpreise Österreichs.
Anfang des neuen Jahrtausends ermöglichte der Ankauf einer neuen Webmaschine die Herstellung von Frottiertüchern aus Leinen und damit ein weiteres Wachstum des Sortiments.

Modernisierung und Auszeichnungen
Die Produktion wurde außerdem laufend modernisiert und auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Die alten Webereigebäude wurden renoviert und zeigten sich in neuer Schönheit.
2009 bekam Leitner Leinen als erstes Unternehmen den Preis "Textilunternehmen des Jahres".
2010 gelang durch den Einsatz robuster Spezialgarne die Produktion neuer Möbelstoffe aus Reinleinen.
Mit Jakob Leitner folgte im Jahr 2015 die 6. Generation in das Unternehmen.
Die technische Erneuerung setzte sich 2018 mit der Installation einer neuen Schärmaschine fort.
Der Weg in die Zukunft

Der Weg in die Zukunft


Vieles hat sich seit der Gründung im Jahr 1853 getan, der technische Fortschritt hat erhebliche Möglichkeiten mit sich gebracht, die Leitner Leinen nicht ungenutzt gelassen hat.
Die Verbundenheit mit der Region, der Familiengedanke und die Liebe zum Qualitätsprodukt Leinen sind jedoch geblieben.
Zusammen mit dem starken Team aus engagierten Mitarbeitern setzt Leitner Leinen weiterhin auf die Verknüpfung von Tradition und Qualität.

Friedrich Leitner

Leinen steht symbolisch für die Tradition unserer Familie und unseres Unternehmens.

Friedrich Leitner

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F. Leitner KG
Stifterstraße 25
4161 Ulrichsberg
Österreich
Tel: +43 (0) 7288 7017
Fax: +43 (0) 7288 7017-50

Öffnungszeiten Fabrikverkauf

Montag bis Freitag
09:00 - 12:00 Uhr
13:00 - 17:00 Uhr

Samstag
10:00 - 16:00 Uhr
gesonderte Öffnungszeiten während des Webermarktes in Haslach:

Samstag, 27.07.2019
09:00 - 17:00 Uhr

Sonntag, 28.07.2019
09:00 - 16:00 Uhr


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